Am 1. Advent wird traditionell die Spendenaktion der Evangelischen Kirche "Brot für die Welt" eröffnet. "Land zum Leben – Grund zur Hoffnung" ist in diesem Jahr das Motto. Auch in den Gottesdiensten und in den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenbezirks Esslingen wird für das Hilfswerk gesammelt. Dekan Bernd Weißenborn ruft zu
Spenden auf. 2010 wurden im Kirchenbezirk Esslingen insgesamt rund 160 000 Euro für das Hilfswerk gesammelt."Das ist ein starkes Zeichen der Solidarität", sagt er.
„Weltweit hungern 925 Millionen Menschen. Bei uns werden 40 Prozent der Lebensmittel weggeworfen. Das ist erschreckend und moralisch untragbar. Mit der Aktion ‚Brot für die Welt’ wollen wir auf diesen Missstand hinweisen und einen Beitrag leisten, dass Menschen in Würde und ohne Hunger leben können“, so Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, Landesstelle „Brot für die Welt“.
Das Motto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ macht deutlich: Land muss gerecht verteilt sein. Denn „Grund zur Hoffnung“ haben Menschen in den armen Ländern nur, wenn sie „Land zum Leben“ haben. In- und ausländische Investoren kaufen das fruchtbare Land in den armen Ländern auf. Kleinbauern verlieren dadurch ihre Existenzgrundlage. Deshalb engagiert sich „Brot für die Welt“ mit über 1.000 Projekten in den armen Ländern, um nachhaltige Ernährung zu sichern und Menschen bei ihrem Kampf gegen Landraub zu unterstützen. Den Armen Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen, ist biblischer Auftrag und zentrales Anliegen von „Brot für die Welt“.
Gerechte Landverteilung
Auch die Welternährung hängt an einer gerechten Verteilung des Landes. Bäuerinnen und Bauern in den Entwicklungsländern brauchen „Land zum Leben“. Doch viele Kleinbauernfamilien haben nicht genug Land, um davon leben zu können. Ihre Parzellen sind klein, die Böden schlecht. Die Hälfte aller hungernden Menschen auf der Welt sind Kleinbauernfamilien, die nicht genügend fruchtbares Land zum Leben haben.
Was ihnen fehlt, haben andere zu viel: Großgrundbesitzer und Konzerne aus dem In- und Ausland, manchmal sogar fremde Staaten verfügen dort oft über riesige Ländereien. Darauf werden heute immer häufiger Futtermittel, Energiepflanzen und andere Exportprodukte angebaut. Wo aber Soja für unsere Schweine oder Zuckerrohr für unseren „Biosprit“ wächst, dort kann die Ernährung für die einheimische Bevölkerung nicht mehr gesichert werden.
Spendenkonto: Brot für die Welt, Konto: 85 85 87, EKK (Evangelische Kreditgenossenschaft) Stuttgart, BLZ: 520 604 10
Brot für die Welt