16.07.19

Richtfest

An der neuen evangelischen Kindertagesstätte in Esslingen-Zollbnerg wurde Richtfest gefeiert.

Kinder und Erzieherinnen vor dem Rohbau. Rechts Siegfried Bessey und Dekan Weißenborn.

Genau 252 Tage nach dem Spatenstich wurde jetzt an der neuen Kindertagesstätte, die die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Esslingen im Esslinger Stadtteil Zollberg baut, Richtfest gefeiert. Den Richtspruch sprach Architekt Werner Barth. Der Neubau gegenüber der Christuskirche ersetzt das 1957 erbaute Gebäude, in dem neben zwei Kindergartengruppen auch Räume der Evangelischen Kirchengemeinde Esslingen-Zollberg untergebracht waren. Diese wurden inzwischen in das Untergeschoss der Christuskirche und ins Pfarrhaus verlagert. In der neuen Kita ist Platz für vier Gruppen. Künftig werden dort alle Betreuungsformen für Kinder unter und über drei Jahren angeboten. Starten werde man mit drei Gruppen um danach die vierte Gruppe sukzessive aufzubauen, sagt Jürgen Wintergerst, stellvertretender Kirchenpfleger und Leiter der Personalabteilung. Die Baukosten von rund 2,7 Millionen Euro können nach derzeitigem Stand eingehalten werden. Der Eigenanteil der Gesamtkirchengemeinde daran beträgt rund 400 000 Euro.

Dass die Kirche sich an einen Neubau mache, sei nicht selbstverständlich in einer Zeit, in der man eher darüber nachdenke, welche kirchlichen Gebäude nicht mehr benötigt würden, sagte Siegfried Bessey, Vorsitzender des Esslinger Gesamtkirchengemeinderats. Doch man sehe Kinderbetreuung als wichtige Aufgabe der Kirche. Dies bekräftigte auch Dekan Bernd Weißenborn. „In der Kindergartenarbeit können wir Kindern viel von der Liebe Gottes mitgeben.“ Der biblische Auftrag sei, Kinder in die Mitte zu nehmen. „Wir Erwachsene können von Kindern viel lernen“, ist der Dekan überzeugt.

Rüdiger Stamm, der Vorsitzende des Zollberger Kirchengemeinderats, dankte der Stadt Esslingen, die einen Großteil der Investitionen am Neubau trägt, und der Gesamtkirchengemeinde, dass auf dem Zollberg nun ein großer neuer Kindergarten entsteht. Das Architekturbüro Barth habe es geschafft, sowohl den Termin- wie auch den Kostenrahmen einzuhalten. „Das ist derzeit nicht einfach“, meinte Stamm im Hinblick auf explodierende Baupreise. Auch die Zollberger Kirchengemeinde habe dazu beigetragen, dass sowohl der Kindergarten wie auch das Gemeindeleben in den neuen Räumen nun auf einem guten Weg seien. Nach derzeitigen Planungen soll die neue Kita im kommenden Winter bezogen werden. So lange haben Erzieherinnen und Kinder gleich neben der Baustelle in Containern ein Interims-Domizil bekommen.

Die Kindergartenkinder übernahmen gemeinsam mit dem Posaunenchor Zollberg die musikalische Gestaltung des Richtfestes.