20.03.19

Gesundheitstag

Gesund und fit am Arbeitsplatz: Mitarbeitervertretung des Kirchenbezirks lädt zum ersten Gesundheitstag.

Sabine Maier und Susanne Schock (v.l.) lassen sich zeigen, wie man die Kraft in den Händen misst.

Jennifer Schmid (l.) bereitet Christa Ruthardt für den Check ihrer Rückenmuskulatur vor.

„Das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz bewegt uns schon lange“, erklärt Volker Stuiber, der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) im Evangelischen Kirchenbezirk. Deshalb lud die MAV zum ersten Gesundheitstag ins Gemeindehaus am Blarerplatz in Esslingen. An zahlreichen Stationen konnten die kirchlichen Mitarbeitenden neben vielem anderen ihre Fitness testen oder sich über Arbeitsschutz und gesunde Ernährung informieren. Drei Schwerpunkte hatten die Veranstalter gesetzt: Umgang mit Stress und psychischen Belastungen, körperliche Aspekte wie Rücken- oder Herz-Kreislauf-Probleme und schließlich Ernährung und Fitness. „Wir wollen dazu anregen, dass Menschen selbst aktiv werden, um die Situation am Arbeitsplatz etwa durch gezielte Übungen zu verbessern“, erklärt Stuiber. Und man wolle zu mehr Bewegung anregen, sagt Holger Koch von der MAV.

Vor allem auch vor dem Hintergrund einer älter werdenden Mitarbeiterschaft gewinne das Thema Gesundheit an Bedeutung, betont Christa Ruthardt, die stellvertretende MAV-Vorsitzende. „Wir erleben, wie es ist, wenn Menschen einfach nicht mehr können“, ergänzt Stuiber.

Knapp 300 Mitarbeitende hat das Angebot ins Gemeindehaus gelockt. In Vorträgen konnten sie sich über den Umgang mit Stress, Lärm oder Bildschirmarbeit informieren, ihre Muskulatur und Körperspannung oder ihr Reaktionsvermögen testen lassen. Auch ein Herz-Kreislauf-Check und viele Informationsangebote zu den unterschiedlichsten Themen begeisterten die Besucher. „Die Vielfalt ist wirklich toll“, fand Susanne Schock. Die Kindergarten-Fachberaterin hat gute Vorsätze: „Es ist wichtig, nicht nur über Gesundheit zu reden, sondern selbst etwas zu tun.“ Auch Sekretärin Gabriele Benz findet die Idee des Gesundheitstags toll. „So konzentriert kann man sich sonst nicht informieren und viele Dinge auch selbst ausprobieren.“ Ihrer Kollegin Karin Hilsenbeck gefiel neben der freundlichen Atmosphäre, dass der Tag Gelegenheit bot, sich mit Kolleginnen auszutauschen. Michaela Gruber kam beim Zumba ins Schwitzen und musste mit Bedauern feststellen, „dass leider die Knie nicht mehr mitmachen“. Viele wollten ihre Rückenmuskulatur an einem speziellen Gerät analysieren lassen. Mit den Ergebnissen war Jennifer Schmid, die im Auftrag der AOK vor Ort war, zufrieden. „Wir haben viele gute Ergebnisse. Die Leute sind sich heute viel bewusster, dass man für den Rücken etwas tun muss.“

Unterstützt wurde die MAV unter anderem von der AOK, die zahlreiche Geräte und Infomaterial kostenlos zur Verfügung gestellt hatte. Auch der betriebsärztliche Dienst, eine Fachkraft für Arbeitssicherheit der Evangelischen Landeskirche, zwei Fitnesstrainer und die Ökumenische Familienbildungsstätte beteiligten sich.

Dass der Arbeitgeber, der Evangelische Kirchenbezirk Esslingen, die Mitarbeitenden für den Besuch des Gesundheitstags freigestellt hatte, begeisterte Caroline Prettner, die im Hospiz arbeitet. „Es ist toll, dass die Kirche uns das während der Arbeitszeit ermöglicht.“

Dekan Bernd Weißenborn begrüßt die Initiative der MAV: „Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist uns ein hohes Gut. Die Bedingungen am Arbeitsplatz entscheiden neben dem Betriebsklima oder dem konkreten Arbeitspensum mit darüber, ob diese gesund bleiben und sich wohl fühlen.“ Deshalb wolle man die Gesundheit der Mitarbeiter fördern und stärken. „Ein solcher Tag kann Bewusstsein schaffen und vielleicht auch einfach einmal gut tun.“

Volker Stuiber und seine Mitstreiter ziehen eine positive Bilanz des Tages. Viele Rückmeldungen hätten gezeigt, dass die bunte Mischung aus Aktion und Information gestimmt habe. Stuiber wünscht sich, dass einzelne Aspekte des Gesundheitsschutzes in den persönlichen und beruflichen Alltag übernommen werden können. „Wir hoffen, dass von diesem Tag positive Signale ausgehen und das Thema sich weiterentwickelt. Dafür zu sorgen ist auch eine Aufgabe der MAV.“ Eine Neuauflage des Gesundheitstages sei nicht ausgeschlossen, habe doch eine Teilnehmerin betont: „Das schreit geradezu nach Wiederholung.“